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Mundschutz
Was ist ein Mundschutz?
Ein Mundschutz ist eine biegsame Vorrichtung aus Kunststoff, die bei Sport- und Freizeitaktivitäten getragen wird, um die Zähne vor Verletzung zu schützen.

Warum sollte ich einen Mundschutz tragen?
Um den Mundraum vor Verletzungen zu schützen. Die Verwendung eines Mundschutzes bei verschiedenen sportlichen Aktivitäten wird von Zahnärzten einhellig unterstützt. Pro Jahr sind über 200.000 Verletzungen im Mund- und Kieferbereich zu verzeichnen.

Dient ein Mundschutz der Vorbeugung vor Verletzungen?
Ein Mundschutz kann ernsthaften Verletzungen vorbeugen wie Erschütterungen, Gehirnblutungen, Bewusstlosigkeit, Kieferbrüchen und Genickverletzungen, indem er zur Vermeidung von Situationen beiträgt, bei denen der Unterkiefer in den Oberkiefer gestoßen wird. Durch einen Mundschutz wird weiches Gewebe in der Mundhöhle effektiv von den Zähnen weg gehalten, wodurch insbesondere bei Personen mit kieferorthopädischen Vorrichtungen Risse und Quetschungen an Lippen und Wangen vermieden werden.

Bei welchem Sport sollte ich einen Mundschutz tragen?
Immer dann, wenn eine große Kontaktwahrscheinlichkeit mit anderen Teilnehmern oder mit harten Oberflächen besteht, ist das Tragen eines Mundschutzes ratsam. Bei Wettkämpfen im Basketball, Softball, Ringen, Fußball, Lacrosse, Rugby, Inline-Skating und Kampfsportarten sowie bei Freizeitsportarten wie Skateboarden und Radfahren sollte ein Mundschutz getragen werden.

Gegenwärtig ist bei fünf Sportarten auf Amateurebene beim Training und im Wettkampf ein Mundschutz erforderlich: Boxen, Football, Eishockey, Lacrosse Männer und Grashockey Frauen.

Warum tragen Kinder keinen Mundschutz?
Die Eltern sind manchmal nicht ausreichend über den Grad der Kontaktwahrscheinlichkeit und das Potenzial für ernsthafte Zahnverletzungen in Verbindung mit Sportarten informiert, an denen das Kind teilnimmt. Manche Schulen, wenngleich nicht alle, bekräftigen den Gesundheitsnutzen von Mundschutz für die Kontaktsportarten. Möglicherweise spielen auch Kostenüberlegungen eine Rolle, obwohl es bei Mundschutz verschiedene Preiskategorien gibt.
Welche verschiedenen Arten von Mundschutz gibt es?
Standard-Mundschutz: Die preisgünstigste Möglichkeit ist ein Standardartikel. Er bietet den geringsten Schutz, weil die Passgenauigkeit begrenzt ist. Reden und Atmen können erschwert sein, weil bei diesem Mundschutz der Kiefer geschlossen sein muss, um den Schutz an Ort und Stelle zu halten. Ein Standard-Mundschutz wird als Schutzvorrichtung für das Gesicht als nicht geeignet betrachtet.

Im Mund geformter Schutz: Dieser Mundschutz besteht aus einer Schale und einer Einlage, die durch Erhitzen und Herstellung eines Zahnabdrucks (boil-and-bite) geformt wird. Die Schale ist mit Acryl oder Gummi ausgepolstert. Wenn der Mundschutz in den Mund des Sportlers eingesetzt wird, passt sich das Einlagematerial des Schutzes der Form der Zähne an und wird hart. Die Einlage des Mundschutzes wird zuerst für 10-45 Sekunden in kochendes Wasser und danach in kaltes Wasser getaucht, bevor sie den Zähnen angepasst wird. Diese Art von Mundschutz wird von über 90 Prozent der Sportler, die Mundschutz benutzen, bevorzugt. Dieser Mundschutz-Typ ist zwar kostengünstiger als ein individuell angepasster Mundschutz, aber die Passform ist nicht so gut und er ist weniger langlebig.

Individuell angepasster Mundschutz: Die beste Alternative ist ein Mundschutz, der von Ihrem Zahnarzt individuell angepasst wurde. Er bietet den besten Schutz, die beste Passform und den besten Tragekomfort, weil er aus einem Abdruck Ihrer Zähne gefertigt wird.

Wie pflege ich den Mundschutz?
  • Reinigen Sie den Mundschutz, indem Sie ihn mit Seife und warmem (nicht heißem) Wasser abwaschen.
  • Vor der Aufbewahrung den Mundschutz in Mundwasser legen.
  • Den Mundschutz in einem gut belüfteten Kunststoffbehälter aufbewahren, wenn er nicht gebraucht wird. Stellen Sie sicher, dass der Behälter mehrere Löcher hat, damit der Mundschutz gut trocknen kann.
  • Hitze schadet einem Mundschutz, setzen Sie ihn daher nicht direktem Sonnenlicht aus und lassen Sie ihn nicht in einem geschlossenen Fahrzeug liegen.
  • Verbiegen Sie den Mundschutz bei der Aufbewahrung nicht.
  • Den Mundschutz anderer Personen nicht in die Hand nehmen oder gar tragen.
  • Verständigen Sie bei Problemen den Zahnarzt, der den Mundschutz angefertigt hat.

Nachdruck mit Genehmigung der Academy of General Dentistry, AGD Impact, Juli 1998, S. 40.